Mein kurzer Erlebnisbericht zum Workshop Landschaftsfotografie vom 6. Mai 2012.
Es brauchte schon etwas Überwindung sonntags um kurz vor 4.00 Uhr aufzustehen und sein Proviant für den bevorstehenden Tag einzupacken. Draußen war es dunkel, nass und teils neblig. Keine guten Voraussetzungen für unseren Workshop also, trotzdem war der Ehrgeiz groß und so setzte ich mich ins Auto und fuhr zum verabredeten Treffpunkt an der Hocksteinschänke in Hohnstein. Die Fahrt dahin war sehr angenehm, kein Mensch außer mir war auf der Straße. Ich war pünktlich am ausgemachten Treffpunkt als ich kaum ausgestiegen freundlich darauf hingewiesen wurde, dass ich der letzte der Gruppe sei und es nun endlich losgehen könne. Nach einer kurzen und freundlichen Begrüßung in der Dunkelheit teilten wir uns auf und fuhren mit zwei Autos zu den von Christian Scholz ausgesuchten Fotopunkten in der unmittelbaren Umgebung.
Den ersten Stopp machten wir bei einem Aussichtspunkt auf der Ziegenrückenstraße zwischen Hohnstein und Waltersdorf. Von hier aus hat man normalerweise einen schönen Blick in das Elbsandsteingebirge, zum Lilienstein, zum Gohrisch und zur Festung Königstein. An diesem Morgen, die Uhr schlug gerade bei 5.00 Uhr an, hingen die Wolken sehr tief. Es war kaum etwas von dem malerischen Panorama war erkennbar. Vereinzelt öffnete der Nebel sein dickes Kleid und zum Vorschein kam der ein oder andere Felsen. Christian Scholz war auch dieses Mal unser Workshopleiter und kaum am Aussichtspunkt angekommen, bauten wir auch schon unsere Ausrüstungen auf. Stativ, Kamera, Fernauslöser und Blitzgerät. Blitzgerät? Ja genau richtig, mit Blitzgerät! Denn trotz der widrigen Wetterbedingungen wollten wir ja ein Workshop zum Thema Landschaftsfotografie durchführen. Und so zeigte uns Herr Scholz wie man Landschaften auch mit Blitzgerät fotografieren kann. Nachdem dann alle Teilnehmer die geforderten Aufnahmen im Kasten hatten, ging es mit dem Auto weiter zum nächsten Stopp. Mittlerweile war es 6.00 Uhr, die Sonne ist aufgegangen und der Himmel wurde heller. Allerdings war von der Sonne, wie man auch Anhand der Fotos erkennen kann, den ganzen Tag über nichts zu sehen.
Der nächste Stopp also fand dann kurz vor dem Lilienstein, an einer langgezogenen Pappelallee statt. Verschiedene Aufnahmetechniken kamen auch hier zum Einsatz, dabei profitierten die Teilnehmer von dem reichhaltigen Wissen des Workshopleiters. Er konnte trotz des teils dichten Nebels immer eine Lücke finden und immer wieder neue Aufnahmesituationen und Motive für die Teilnehmer bereitstellen. Glück hatten wir mit dem Regen, der trotz Vorhersage ausblieb. Trotzdem war es eisig kalt und fast jeder einschließlich mir, war nach den 3 Stunden durchfroren. Der Zufall brachte uns am unweit entfernten “Panoramahotel Lilienstein” vorbei. Dort kehrten wir ganz spontan ein und genossen die warmen Räume und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit heißem Kaffee und Tee. Die Uhr zeigte nun schon 9.00 Uhr als wir uns auf den Weg zum Gipfel des Lilienstein machten. Die Wolken hingen nicht mehr so tief und der Nebel löste sich rasch auf. Der Fußmarsch war mit unendlich vielen Motiven bestückt, so dass wir uns in Anbetracht der zeitlichen Begrenzung nur an bestimmten Motiven ausprobiert haben. Der Laubwald um den Lilienstein zeigte sich in einem sehr interessanten Licht. Der kürzlich gefallene Regen sorgte für ein saftiges Grün und das alte Laub des letzten Herbstes war feucht und nass. So konnten herrliche und kontraststarke Naturaufnahmen entstehen, die auch hier teils mit und ohne Blitzgerät fotografiert wurden.
Um 11.30Uhr haben wir dann den Aufstieg gemeistert und konnten uns sogar über ein bisschen Fernsicht freuen. Von den unterschiedlichsten Aussichtspunkten des Liliensteins haben wir nun das ein oder andere ausprobiert. Dabei spielten die Felsen, die Waldgebiete und die Ackerflächen unter uns eine große Rolle, das Wort “Bildgestaltung” rückte immer mehr in den Vordergrund. Mittlerweile war es schon kurz nach 13.00 Uhr als wir wieder am Fuße des Liliensteins ankamen. Der Magen knurrte nun mächtig und so machten wir bei unseren Autos eine kleine Rast. Ich genoss meine Brötchen und die ein oder andere Süßigkeit. Nach der kleinen Stärkung fuhren wir zum letzten Stopp des Workshops. Herr Scholz parkte mit uns direkt neben einem Feldweg von dem aus wir den Lilienstein gut sehen konnten. Auch hier machten wir die verschiedensten Aufnahmen aus unterschiedlichen Positionen und mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen. Völlig erstaunt waren wir als auf einmal ein “Langstreckenläufer” im roten Shirt vor uns stand und mit uns das fotografische “Mitziehen” üben wollte. Herr Scholz hatte sich kurzer Hand ein rotes Leibchen übergestreift und zeigte uns an seinen kurzen Sprints wie man am besten und effektvollsten, schnelle und geradlinige Bewegungen einfrieren kann. Nach mehreren Runden war dann auch beim Workshopleiter das letzte Pulver verschossen.
Die Uhr zeigten nun 14.45Uhr als Herr Scholz den Workshop beendete und jeder Teilnehmer mit reichlich neuen Wissen rund um die Landschaftsfotografie die Heimfahrt antrat.
Der knapp 10-stündige Workshop forderte seinen Preis, meine Beine waren Müde und im allgemeinen alle Akkus leer.
Nächste Woche kommen dann nochmal alle Teilnehmer zu einer Bildbesprechung zusammen. Jeder kann dann seine besten Fotos präsentieren und von der Gruppe bewerten lassen.
Mein Fazit fällt so aus: Es hat sehr viel Spaß gemacht und es war wieder einmal eine gute Abwechslung zum Arbeitsalltag. Die Gruppe war einmalig, jeder hat sich mit jedem ausgetauscht und es herrschte eine freundliche und herzliche Atmosphäre. Und wenn ich ehrlich bin, hatten wir echtes Glück mit dem Wetter, der Nebel und das Licht in den ersten Stunden war einmalig, interessant und eine Herausforderung zugleich.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Teilnehmer, die sich trotz des Wetters und der Startzeit für unseren Workshop begeistern konnten, sehr Geduldig und auch Wissensdurstig waren. Ein weiteres Dankeschön geht wie immer an Herrn Scholz, der mit seiner bestimmten aber dennoch herzlichen Art und Weise sehr viel Ideenreichtum bewiesen hat.
DANKE, DANKE, DANKE!
Herzlichst
Ihr David Vogel
Mitarbeiter von Foto Wolf
Mehr als 35 Aufnahmen habe ich für Sie in unserer Facebook-Galerie zusammengestellt. Diese Bilder zeigen dokumentarisch die wichtigsten Etappen des Tages und einige kreative Ergebnisse.
Für weitere Workshop-Termine besuchen Sie bitte regelmäßig unsere Homepage in der Rubrik Workshop und unsere Veranstaltungsseite bei Facebook. Die neuen Termin werden gerade ausgearbeitet und Mitte Juni veröffentlicht!
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