Vergleich: -5 gegen GF2

Vorwort: Nachdem wir diesen Blog schon recht erfolgreich betreiben, das Dankeschön geht an Sie, so möchten wir nun noch ein Schritt weiter gehen und unseren Lesern eigene Vergleichstests anbieten. Es ist nicht vorgesehen, alle am Markt befindlichen Kameras in den X-ten Varianten auszutesten . Sondern uns geht es vielmehr darum, interessante Themen, Praktiken und Techniken aufzugreifen und Ihnen in einer einfachen Form hier darzustellen.  Dafür verwenden wir ein kleinen Testraum mit verschiedenen Motiven. Gleiche Bedingungen für alle Geräte ist das oberste Gebot. Soweit das möglich ist, werden wir jedoch auch Aufnahmen aus dem Alltag einbringen.

Vergleich: Sony NEX-5 und Panasonic GF2

Für den ersten Vergleichstest haben wir uns die direkten Konkurrenten aus neuen Systemkamerabereich herausgesucht. Die Sony NEX-5 und die Panasonic GF2. Systemkameras sind handliche, spiegellose Kameras mit Wechselobjektiv-Anschluss. Zudem bieten sie durch ein großen Bildsensor eine Spiegelreflex-ähnliche Bildqualität. Die Sensorfläche beider hier getesteten Modelle ist unterschiedlich. Bei der Sony NEX-5 wurde ein 23,4 x 15,6 mm großer Chip mit 14,2 Mio. Bildpunkten verbaut, bei der Panasonic GF2 () ist der Sensor kleiner und misst 17,3 x 13 mm bei 12,1 Mio. Bildpunkten. Bei unserem kommt das Sony SEL 18-55mm F3,5-5,6 OSS an der NEX-5 und das Panasonic Lumix G Vario 14-42 mm F 3,5-5,6 ASPH. O.I.S an der GF2 zum Einsatz. Allgemein betrachtet ist die Objektiv-und Zubehörauswahl bei Panasonic um ein Vielfaches höher, die Sony NEX-Reihe gibt es erst seit knapp 12 Monaten und beinhaltet insgesamt nur 3 verschiedene Objektive. Die Gehäusegröße der Panasonic GF2 ist nicht ganz so klein wie das der NEX-5, jedoch hat man bei der GF2 durch die fehlende Griffwulst ein unsicheres Tragegefühl. Fotografiert wird in der Voll- und Programmautomatik, immer ohne Blitzgerät und in einer mittleren Zoomstufe.

Bild1: Panasonic GF2 (links) vs. Sony NEX-5 (rechts)

Unser Testaufbau (Bild1) zeigt eine kleine Auswahl aus unserer Werkstatt. Viele kleine Details wie Schrauben, Zahnräder und Federn möchten optimal fotografiert werden. Aber auch intensive Schattenbereiche sowie eine kleine Farbtafel gilt es abzulichten. Auf den folgenden Bildern 2-5 sehen sie die 100% Vergrößerung der Aufnahme, jeweils auf die Bildmitte, mittig unten, links unten und mittig oben gezoomt. Anschließend haben wir von der Vollautomatik auf die Programmautomatik umgeschaltet und manuell ein höheren ISO-Wert vorgegeben. Die Bilder 6-9 haben wir also mit ISO 800 und die Bilder 10-13 mit ISO 1600 fotografiert. Bei den letzten Bildern haben wir bewusst keine 100% Ansicht der Bildmitte gewählt, da dort kaum Unterschiede ersichtlich waren. Die Randbereiche sind dafür umso Aussagekräftiger und so wurde im Bild 8 und 12 anstelle der Mitte nach rechts unten gezoomt.

Bild7: ISO 800, 100% Ansicht, Bildfeld links unten

Das Fazit, also das entsprechende Ergebnis bewerten wir wie folgt:  Es findet im Verlauf unserer Testreihe eine Kräfteverschiebung statt. Normalerweise würde man sagen, dass die Sensorfläche direkt mit der Bildqualität zusammen hängt. Je größer, desto besser. Dem können wir soweit auch zustimmen, jedoch sieht man deutlich, dass die Objektive ein wesentlichen Anteil an der Gesamtbildqualität (Schärfe, Kontrast, Farbe, Vignettierung, Chromatische Aperation, Verzeichnung) haben. Die Panasonic GF2 bietet die beste Vollautomatik, die Belichtung ist gut und die Schärfeleistung ist im direkten Vergleich die Beste. Die Sony NEX-5 hat Schwächen mit der grundsätzlichen Bildschärfe. Sicherlich ist das durch diverse Maßnahmen zu beheben ( interne Bildoptimierung, Nachbearbeitung ), aber uns geht es um die Nullstellung der Vollautomatik und da ist die Schärfeleistung NEX-5 inakzeptabel. Auch die Chromatischen Aperationen, also die Farbsäume, sind bei der NEX-5 fast Spiegelreflex-typisch stark vorhanden. Solche Farbsäume sind bei der GF2 kaum zu finden, das Bildrauschen hingegen, ist schon bei ISO 250 (Vollautomatik) deutlich erkennbar . Umso höher die ISO-Werte dann gestellt wurden, umso mehr kristallisieren sich die Nachteile des kleineren Sensors der GF2 heraus. Gerade bei ISO 1600 spielt die Sony NEX-5 alle Karten aus und lässt die GF2 weit hinter sich. In Sachen Weißabgleich und Farbtreue arbeiten beide Kameras gut und zeigen kaum Schwächen.

Bild12: ISO1600, 100%Ansicht, Bildfeld unten rechts

Kauftipp: Die Schärfeprobleme bei der NEX-5 sind sicherlich im Objektiv begründet und momentan gibts auch keine Alternativprodukte. Sony wie auch die Fremdhersteller sind fleißig am entwickeln und wollen noch in diesem Jahr weitere Objektive anbieten….!? Falls man nicht solange warten will, kann man sich nur mit der internen Bildoptimierung behelfen. Bei Panasonic hat man den Vorteil, dass mit dem MicroFourThird-System die beste Objektiv-Sensor Kombination gefunden wurde. Bessere Bildschärfe und keine Farbsäume sprechen insgesamt für die GF2. Wenn man auf die hohen ISO-Werte (>400) verzichten kann, dann würden wir also die Panasonic GF2 empfehlen. In Sachen Haptik und Menübedienung gefällt uns jedoch die Sony NEX-5 besser, aber in Sachen Handling sollte sich jeder die Zeit nehmen und sich die Kameras vor dem Kauf mal anschauen. Gerade das Touchscreen der Panasonic GF2 ist ultra-modern und nicht für Jedermann ideal!!

Schauen Sie sich hier alle Aufnahmen an:
Bild1—- Bild5—- Bild9—- Bild13
Bild2—- Bild6—- Bild10
Bild3—- Bild7—- Bild11
Bild4—- Bild8—- Bild12

Sie können beide getesteten Modelle bei uns im Geschäft wie auch im Webshop erwerben.
Haben Sie Anregungen, Tipps und Wünsche? Dann schreiben Sie uns, wir sind über jede Zuschrift dankbar.

 

 

 

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Von Foto Wolf Dresden, 4. März 2011, 15:44 Uhr

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  1. Trackback von Ein Schritt weiter (1953) - Movie

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